Medien- und Audiostation
Digitales Lernen im Museum:
Vom Diorama zur interaktiven Medienstation


.jpeg)

Wie verwandelt man ein klassisches Museumsexponat in ein Erlebnis, das Besucherinnen und Besucher fasziniert und spielerisch Wissen vermittelt?
Genau dieser Frage durften wir uns in einem Projekt für das Vonderau Museum in Fulda widmen.
Ausgangspunktwar ein detailreiches Diorama: eine räumlich gestaltete Szene, die Tiere, Pflanzen und Lebensräume möglichst anschaulich darstellt. Bislang erhielten Besucherinnen und Besucher ihre Informationen dazu über klassische, kurze Informationstafeln. Um eine tiefere und nachhaltigere Auseinandersetzung mit den Inhalten zu ermöglichen, haben wir das Diorama digital erweitert und zum Leben erweckt – wie genau, das erfahrt hier.
Das Projekt

Die Herausforderung: Interaktive Ausstellungen gestalten
Museale Inhalte müssen fachlich fundiert und gleichzeitig schnell verständlich sein. Gerade im Ausstellungsraum entscheidet oft der erste Moment darüber, ob Besucherinnen und Besucher sich intensiver mit einem Thema beschäftigen. Sie bringen unterschiedliches Vorwissen mit, bewegen sich frei durch die Ausstellung und entscheiden spontan, wie lange sie an einem Exponat verweilen.
Für uns stand deshalb fest: Die digitale Erweiterung musste Orientierung geben, Interesse wecken und ohne Anleitung zugänglich sein. Ziel war eine interaktive Medienstation, die Kindern, Familien, Schulklassen und Gruppen einen neuen Zugang zum Diorama eröffnet. Die Anwendung sollte die Detailtiefe des Exponats sichtbar machen, ohne vom Original abzulenken.
Projektziele
Unsere Rolle: UX-Design und App-Entwicklung für Museen
Aus diesen Anforderungen ergab sich unsere Aufgabe: die fachlichen Inhalte des Dioramas in eine intuitive digitale Anwendung zu übersetzen. Dabei begleiteten wir das Projekt von der ersten konzeptionellen Skizze über das UX-Design bis zur finalen App-Entwicklung.
Am Anfang stand die digitale Rekonstruktion des Dioramas. Dafür haben wir das physische Exponat grafisch nachgezeichnet und Tiere, Pflanzen sowie weitere Details als interaktive Flächen angelegt. Zu diesen Elementen wurden kurze Wissenseinheiten, Fun Facts und vertiefende Inhalte aufbereitet, die Besucherinnen und Besucher direkt am Touchscreen entdecken können.
Ein besonderer Fokus
Ein besonderer Fokus lag auf sechs Tieren aus dem Diorama. Für sie wurden Inhalte multimedial aufbereitet, vertont und durch kleine Animationen ergänzt. So entsteht auf dem Touchscreen eine vertraute visuelle Verbindung zum Original: Besucherinnen und Besucher erkennen das Diorama wieder und können zugleich gezielt tiefer in einzelne Inhalte eintauchen.


